Kurzprotokoll zum Erwägungsseminar „Globalisierung“ 13. Sitzung (22.01.2016)

 

Anwesende:  siehe Liste!

 

Ablauf

 

1. Organisation: Moderation? Protokoll? Hausarbeitsthemen?

 

2. Protokollkontrolle

 

3. Diskussion Kapitel 13

 

4. Diskussion zu Solow-Kommentar

 

5. Aufgaben für das nächste Seminar

 

Zu 1.

 

Moderation: niemand

 

Protokoll: keines.

 

Keine Probleme bei Hausarbeiten

 

Zu 2:. Keine Änderungen

 

Zu 3: Das Statement gibt G. Quaas.

 

Schwerpunkte der Diskussion:

 

„Gemischte Gesellschaft“, „Patrimonialkapitalismus“ und „Sozialstaat“ sind P.s (einander widersprechende?) Charakterisierungen der Gesellschaft. Neben der vermögenden Mittelschicht ist der Sozialstaat eine der Errungenschaften des 20. Jahrhunderts. Eine weitere Erhöhung der Staatsquote hält P. nicht für realistisch. Vielmehr gehe es um eine effektivere Verwendung der Staatsausgaben. Ergänzend, vielleicht auch im Widerspruch dazu, steht die Forderung nach einer Besteuerung der (großen) Vermögen – vor allem, um Transparenz herzustellen und die Kapitalkonzentration im Zaum zu halten. Entscheidend sei darüber hinaus, wie die Steuern verwendet werden.

 

Erörtert werden die beiden Rentensysteme (Umlagefinanzierung und kapitalgedeckte Rente), bei denen sich zurzeit ebenfalls eine Mischsystem herausbildet. Wäre r > g gesichert, spräche das jedenfalls für eine kapitalgestützte Rente.

 

Zu 4: Für manche erstaunlich ist, dass Solow keine Generalkritik an Piketty übt. Möglicherweise liegt das daran, dass P. die Cobb-Douglas Produktionsfunktion als Leitidee akzeptiert. (Die von P. beschriebenen Ausnahmen können als statistische Abweichungen interpretiert werden.) Jedoch ist das Buch von P. nicht von allen Teilnehmern so gelesen und interpretiert worden, so dass er eher der CDPf skeptisch gegenüber steht.

 

Nochmals wird diskutiert, ob r > g die wachsende Ungleichheit erklären kann. Nach Solow ist es eher die „rich-get-richer dynamic“.

 

Zu 5: Zum nächsten Mal sind die Kapitel 14 und 15 sowie die Kritik von Rouanet (à Kritiken erster Stufe) zu lesen. 

 

Protokollant:

G. Quaas