Kurzprotokoll zum Erwägungsseminar „Globalisierung“ 12. Sitzung (03.07.2009)

 

Anwesende: Siehe Teilnehmerliste!

 

Protokoll: keines

 

Moderation: G. Quaas

 

Tagesordnung:

 

1. Bestätigung des Kurzprotokolls der 11. Sitzung (02.07.2009):  ohne Änderungen erfolgt.

 

2. Diskussion

 

G. Tarantini: Fortsetzung der Diskussion

Die Behauptung, dass die kapitalistische Produktionsweise zu einem kapitalistischen System führt, sei im Sinne einer Ausprägung der Dominanz zu verstehen. Das bedeutet insbesondere nicht, dass Untersysteme durch die kapitalistische Ökonomie ersetzt werden könnten. Der Begriff der Produktionsweise wird durch das Produktionsverhältnis zwischen Arbeiter und Kapitalist, also durch das Lohnarbeitsverhältnis, definiert und ergänzend durch die ungleiche Verteilung der Eigentumsrechte erklärt. Unterschiedliche Auffassungen bestehen zu der von Tarantini behaupteten Begrenztheit des Wachstums, die teils natürliche teils systemimmanente Ursachen hat. Die natürlichen Begrenztheit der Ressourcen wird als zu pessimistisch gegenüber der Innovationsfähigkeit zurückgewiesen. D. Kurylyschyn macht darauf aufmerksam, dass man dafür etwas tun müsse. Von Schubert wird infrage gestellt, dass die natürliche Basis angesichts der immer größer werdenden Bedeutung von Dienstleistungen noch eine diskutable Rolle spielt. F. Klein weist auf die nach wie vor steigende Nachfrage nach Sachgütern hin.

 

J. Sterner: Küttler-Kritik.

Im Mittelpunkt der Diskussion stand die Frage, ob die Durchdringung des politischen Subsystems im Sinne einer personalen Machtergreifung verstanden werden kann. Angesichts von Massendemokratie und Rechtsstaatlichkeit wurde diese These abgelehnt. Dagegen sprächen auch die Interessenunterschiede innerhalt des kapitalistischen Systems.

 

D. Kurylyszyn: Zum Begriff der Mediation.

In diesem Text erläutert D. Kurylyschyn seine mehrfach vorgetragene Weltanschauung etwas ausführlicher. Auf Nachfrage von K. Schubert wurde der Begriff des „absoluten Imperativs“ (i) als eine Tiefenstruktur in jeder Kommunikation und (ii) als ein zugleich auch sprachlich formulierbarer Imperativ charakterisiert. F. Quaas lokalisierte ihn inhaltlich mit Sloterdijks Maxime „Du sollst Dein Leben ändern.“ R. Scholz kritisierte die propagierte Immunologie als wirklichkeitsfremd.

 

G. Quaas machte auf den widersprüchlichen Charakter jener These aufmerksam, aus der alles Mögliche ableitbar sei. Sie könne deshalb kein Gegenstand eines wissenschaftlichen Diskurses sein. Auch vom Standpunkt eines mündigen Bürgers müsse es als absolutistische Zumutung zurückgewiesen werden, wenn unterstellt werde, dass in jeder Kommunikation eine bestimmte Heilsbotschaft mitschwinge. Der von ihm in EuS verwendete Begriff der Mediation habe damit nichts zu tun. Im übrigen habe er sich nicht als besonders zweckmäßig erweisen.

 

D. Kurylyszyn legt eine Erwägungsfeldmatrix zum Begriff „Kapitalismus“ vor.

 

3. Beschlüsse:

keine neuen Beschlüsse

 

Für die Richtigkeit:

G. Quaas