Kurzprotokoll zum Erwägungsseminar „Globalisierung“ 11. Sitzung (08.01.2019)

 

Anwesende: 11

 

Ablauf

 

1. Organisation

2. Protokollkontrolle

3. Diskussion zu Dirk Ehnts

4. Aufgaben für das nächste Seminar

 

Zu 1. Protokoll: niemand

Moderation: niemand

 

Zu 2.: keine Veränderungen

 

Zu 3.: Das Statement gibt nach Auslosung M. Wolf. Unklar sei, was Ehnts‘ eigene Meinung sei. Was verleihen die Banken, wenn nicht das Geld ihrer Kunden?

 

Schwerpunkte:

 

Formen des Zentralbankgeldes (ZBG); Rolle des ZBG beim Kreditieren; bei einer Überweisung; bei einer Auszahlung.

 

Geldmultiplikator-Theorie (GMT): zwei kausale Interpretationen der GMT (Lehrbuch und MMT); die Modern Monetary Theory (= Vorbild von Dirk Ehnts) reflektiert die Zinssteuerung, die an die Stelle der Geldmengensteuerung getreten ist. Dies hat sich erst in den letzten Jahren in den Publikationen der Bank of England und der Deutschen Bundesbank niedergeschlagen, wenn auch missverständlich.

 

Banken als Intermediäre: gemeinsame These der neoklassischen Synthese und der Österreichischen Schule der Nationalökonomie. Ebenso: Schäuble. Entspricht der empirischen Beobachtung: ca. 60 % der Verbindlichkeiten der Banken sind Einlagen, deren Aktivseite sicherlich nicht ungenutzt bleibt.

 

Menendez‘ Antwort auf die Frage: Was machen die Banken mit dem Geld ihrer Kunden? Nichts. (Quelle: Ökonomenstimme) Begründung: Die Kunden verlieren das Eigentumsrecht, sobald sie ihr Geld eingezahlt haben.

 

Vollgeld: Bankkonten sind zu 100% durch ZBG gedeckt. Die Menge des Base money (ZBG) müsste entsprechend ausgedehnt werden, um eine Kreditklemme zu vermeiden. Die Zentralbank müsste auch die kleineren Sicherheiten akzeptieren, die gewöhnliche Bankkunden stellen können. Denn jede Geldschöpfung muss ein Kollateral haben, wenn das Geld einen relativ stabilen Wert haben soll.

 

Das Wicksel-Zitat bei Ehnts belegt das Gegenteil von dem, was Ehnts hineindeutet: Kreditnehmer müssen „solide“ sein (z.B. Sicherheiten zu bieten haben).

 

Ebenso frei werden Blanchard und Illing (2009: 137) ausgelegt. ZBG ist auf jeden Fall die Grundlage des Kredits, auch wenn die GMT nicht in der üblichen Weise kausal gedeutet wird.

 

Zu 4.: Zum nächsten Mal soll ein Artikel zur Umweltproblematik, zur IT-Thematik oder Elsenhans gelesen werden

 

Protokollant:

G. Quaas