Kurzprotokoll zum Erwägungsseminar „Globalisierung“ 11. Sitzung (16.01.2015)

 

Anwesende: Siehe Liste.

Protokoll: niemand

 

Tagesordnung:

1. Kurzprotokoll der 10. Sitzung

2. Anmeldung der Vorträge zu den Hausarbeitskonzeptionen

3. Diskussion Kapitel 9

4. Festlegungen

 

Zu 1: bestätigt

 

Zu 2: auf der Liste mit den Hausarbeitsthemen, die zur Revision und Vervollständigung umläuft

 

Zu 3.: Das Statement gibt Tanja Tartler: Bezugnehmend auf Krugmans Darstellung der verschiedenen Paradigmen, die die Eliten in den letzten 50 Jahren ihrem Handeln zugrunde legten: Welches Paradigma herrscht heute in Europa?

 

Die Beantwortung erfolgte in Teilen. (i) Geldpolitik. Hierbei muss man den Außen- und den Innenwert einer Währung unterscheiden. Die EZB kümmert sich um letzteren. Ihr oberstes Ziel ist die Geldwertstabilität. Das schließt eine Inflation über 2 Prozent und eine Deflation aus. (ii) Offene Märkte. Einschränkungen (Importzölle) gibt es an den Außengrenzen der EU vor allem bei landwirtschaftlichen Produkten und Ausfuhrbeschränkungen bei gewissen Hochtechnologie-Produkten (Embargos). Ansonsten hat Europa nach innen und nach außen einen freien Markt. Vergessen hat Krugman, dass ein ausgeglichener Staatshauhalt zum Washington-Konsensus gehört. Diese Regel spielt zur Zeit nicht nur im Falle Griechenlands eine Rolle; auch Deutschland spart, obwohl eine Investitionsschwäche etwas anderes verlangen würde. Summa summarum: der Washington-Konsensus ist in Europa institutionell fest verankert.

 

Es werden schwerpunktmäßig folgende Fragen diskutiert: Diskriminiert die EU gegen Entwicklungsländer? Warum führt die Strategie der Import-Substitution zu einem negativen Außenbeitrag? Hat sich Krugman geirrt bei seiner Feststellung Anfang der 90er Jahre, dass sich die drei Zentren (USA, Europa, Asien) keine Verbündeten suchen? Behindern feste oder schwankende Wechselkurse den freien Handel? Ist Krugman ein Keynesianer?

 

Zu 4.: Zum nächsten Mal sind die Kapitel 10 und 11 zu lesen.

 

Protokollant:

G. Quaas