Kurzprotokoll zum Erwägungsseminar „Globalisierung“ 11. Sitzung (04.01.2013)

 

Anwesende: siehe  Liste

 

Moderation: niemand

 

Protokoll: niemand

 

Tagesordnung:

 

1. Kurzprotokoll der zehnten Sitzung

 

2. Diskussion zu Diskussionspapier von C. Rietmann

 

3. Festlegungen

 

 

Zu 1: Kurzprotokoll zur zehnten Sitzung: keine Änderung

 

Zu 2: Diskussion (nach einer 15 minütigen Lesepause, da nicht alle den Text bekommen hatten):

 

Im Papier wurden folgende Aspekte behandelt: die Identität der Europäer, die Frage der politischen Union, die Stabilität des europäischen Staatensystems und das geistige Klima im Zusammenhang mit der Eurokrise. Das alles sind wichtige politische Dimensionen. Eine Vertiefung könnte darin bestehen, dass man stärker den Zusammenhang zwischen den einzelnen Dimensionen herstellt, z.B. zwischen der Identität und dem geistigen Klima. Einzelne Punkte könnten genauer unter die Lupe genommen werden, zum Beispiel, welche Elemente für eine politische Union bereits vorliegen bzw. noch entwickelt werden müßten. Zum Thema Kriegsgefahr würde interessieren, welche Anzeichen dafür vorhanden sind bzw. welche Gründe diejenigen sehen, die sie beschwören. Eine Vertiefungsmöglichkeit bestünde darin, die Alternativen stärker herauszuarbeiten, das heißt, sie sowohl im Einzelnen detaillierter darzustellen als auch den Vergleich kontrastreicher zu gestalten. Gefragt wird nach den Indikatoren für ein Zusammenwachsen / Auseinanderdriften des Staatenverbunds. In Frage gestellt wird die These, dass keine Kapitalflucht nach Deutschland stattgefunden habe. Unklar sind die Ursachen für die negativen Einflüsse auf die Völkerfreundschaft. In diesem Zusammenhang ist die Unterscheidung zwischen dem Euro und der Eurokrise sicher wichtig. Letztlich stellt sich aber doch die Frage, welchen Anteil der Euro daran hat, wenn er eine Lösung der Krise erschwert. In diesem Zusammenhang wird die These kontrovers diskutiert, dass Griechenland ohne den Euro nicht in diese massiven Schwierigkeiten geraten wäre. Es werden einige Beispiele für die immer noch sehr starke Identifizierung der Europäer mit der eigenen Nation benannt. Indikator für die schwache Verankerung des Europagedankens ist auch die Tatsache, dass die Politik Volksabstimmungen scheut. Eine politische Wirkung des Euros besteht sicherlich darin, dass ein höherer Koordinierungsbedarf besteht, der durch zahlreiche Treffen der Repräsentanten befriedigt wird. Möglicherweise ist auch eine höhere Informationsdichte zu beobachten.   

 

Zu 3: In der nächsten Sitzung wird der Text von Herrn Prante diskutiert.  

 

Protokollant:

G. Quaas