Kurzprotokoll zum Erwägungsseminar „Globalisierung“ 10. Sitzung (09.01.2015)

 

Anwesende: Siehe Liste.

Protokoll: niemand

 

Tagesordnung:

1. Protokoll der 9. Sitzung? Nein. Kurzprotokoll veröffentlicht.

2. Hinweis auf einen Fehler in der Tabelle S.111: in der rechten unteren Zelle muss eine 2 stehen

3. Diskussion Kapitel 7: Laura Tyson.

4. Diskussion Kapitel 8: Das Einmaleins des Außenhandels

5. Weitere Organisation, insbesondere Frage nach Präsentation von Hausarbeitskonzeptionen

 

Zu 3.: Das Statement gibt G. Quaas. Krugmans Charakteristik der Neuen Handelstheorie: Im Mittelpunkt stehen wachsende Skalenerträge. Dazu sei ein großer Markt erforderlich. Die Anzahl der Unternehmen sei beschränkt. Die Entstehung der Unternehmen sei eher zufällig. Wirtschaftspolitische Implikationen sind umstritten. James Brander und Barbara Spencer: strategische Handelspolitik. Staatliche Maßnahmen können die Bedingungen komparativer Kostenvorteile herstellen. Das verdrängt andere aus dem Markt. Krugman bezweifelt: (i) dass man von staatlicher Seite entsprechende Orientierungen geben kann; (ii) dass der Nutzen beträchtlich ist. Außerdem (iii) führe eine Förderung von Unternehmen aus Gründen der „Wettbewerbsfähigkeit“ zu Verzerrungen im Inland. Deshalb sollte der Staat die Finger davon lassen.

 

Es werden folgende Fragen diskutiert:

Was ist neu an der Neuen Handelstheorie (NHT)? Hat Adam Smith nicht schon dasselbe behauptet? Gegenthese: A.S. ging es um den Wohlstand der Nationen, nicht um ihre Wettbewerbsfähigkeit.

Tendiert der Markt zum Monopol? Monopole müssen durch externe Akteure beseitigt werden, um einen Konkurrenzmarkt herzustellen.

Ist die NHT überhaupt eine Theorie? Vom Standpunkt des Kritischen Rationalismus muss eine wissenschaftliche Theorie an einer zumindest denkbaren Sachlage scheitern können; wenn nicht ist sie „metaphysisch“ = unwissenschaftlich. Woran könnte die NHT scheitern? Diese Frage bleibt offen.

    

Zu 4: Nach Auslosung gibt das Statement M. O. Sturm: In der Ausbildung von Studierenden sollte man sich nach Krugman um die Grundlagen kümmern. Dazu gehöre auf jeden Fall die Theorie der komparativen Kostenvorteile.

 

Diskutiert werden die Punkte 5 und 4 aus dem Text.

 

- Deutschland hat einen 4mal größeren Offenheitsgrad als die USA. Beschäftigungssicherung steht für D. an der Spitze der Außenhandelspolitik.

 

- Soll man Außenhandel auf Kosten des Wohlstandes betreiben, um die Beschäftigung zu sichern?

- Warum muss die Volkswirtschaft wachsen? Weil die Produktivität ständig steigt.

- Warum können wir die Arbeitszeit nicht verkürzen? Wenn die Löhne nicht steigen, fallen die Einkommen und damit der Wohlstand. Wenn die Stundenlöhne steigen, wandert das Kapital in Billiglohnländer ab.

Zu 5.: Zum nächsten Mal ist das Kapitel 9 zu lesen. Es können noch Referate zu geplanten Hausarbeiten angemeldet werden.

 

Es wird eine E-Mail verlesen, wonach den Studierenden ermöglicht werden soll, an der Montagsdemonstration teilzunehmen.

 

Protokollant:

G. Quaas