Kurzprotokoll zum Erwägungsseminar „Globalisierung“ 10. Sitzung (26.06.2009)

 

Anwesende: Siehe Teilnehmerliste!

 

Protokoll: keines

 

Moderation: P. Gärtner

 

Tagesordnung:

 

1. Bestätigung des Kurzprotokolls der 9. Sitzung (19.06.2009):  

 

Annahme der Regeln für Moderatoren (nach der Formulierung im Kurzprotokoll)

 

2. Diskussion

 

2.1 zu A. Gröschel: Post-Fordismus.

Auf die Frage, welche Konsequenzen seine Darstellung des Fordismus/Postfordismus für die Kritik am HA habe, führte A. Gröschel aus, dass kapitalistische Tendenzen nicht, wie im HA unterstellt, zunehmen, sondern abnehmen werden. Das begründete er mit dem steigenden Anteil der geistigen Arbeit [an der gesamten, zu leistenden Arbeit]. Den Hinweis auf zunehmende Kapitalintensität (R. Scholz) akzeptiert Gröschel, doch behauptet er, dass die Abhängigkeit vom Kapital (Frage von F. Quaas) und der Umfang aufzuwendenden Kapitals [je Output-Einheit] im Lauf der Zeit immer geringer werde. Die Diskussion wird kontrovers mit Hinweis auf vermeintliche empirische Fakten vor allem von F. Arglist, M. Klein, P. Gärtner, und R. Scholz geführt. G. Tarantini sieht einen Widerspruch zwischen der Flexibilisierung im Postfordismus und den Thesen Gröschels. Der Hinweis von G. Quaas auf widersprechende theoretische Darstellungen (neoklassiche Produktionsfunktion(en)) wird zur Kenntnis genommen. Positiv wird folgendes gemeinsames Verständnis erzielt: A. Gröschel verweise richtig auf den zunehmend schöpferischen Charakter der Arbeit (Scholz, Arglist). 

 

Hinweis: Bezüge zum HA sind noch herzustellen.

 

2.2 zu M. Klein: Eliten in Elsenhans Darstellung

M. Kleins These wird ebenso kontrovers diskutiert. Es schält sich nach einigen Mißverständnissen heraus, dass ihr keine Verschwörungstheorie zugrunde liegt (Scholz); gemeint ist vielmehr, dass sich die neoliberale Schule und momentan auch der Keynesianismus Krisen zunutze machen, um ihre Herrschaftspositionen zu verbessern. P. Gärtner u.a. weisen darauf hin, dass ein solches Verhalten auch von anderer Seite aus praktiziert wird. Gröschel vergleicht das Ringen um ideologische Positionen mit einer Missionierung, die nach Scholz aber nur gelingen könne, wenn sie wirtschaftlichen Erfolg vorweisen könne. D. Kurylyszyn meint, dass die [jeweilige] Heilsbotschaft nur von begrenzter Dauer ist. F. Quaas vermisst den Zusammenhang zur Themenstellung – die Rolle von Eliten in der Elsenhans-Kritik. Arglist klassifiziert Kleins Darstellung als ein Modell – was diesen sehr erstaunt, da er meint, eine realistische Darstellung produziert zu haben. Der These, dass Menschen den Kapitalismus „immer wieder machen“ [auf die Füße stellen?] wird im Sinne Hayeks widersprochen (G. Quaas), aber ohne Wirkung auf den Autor. Die Menschen [Eliten?] seien darüber hinaus auch nicht lernfähig, [so dass die gleichen Fehler immer wieder gemacht werden]. 

 

Hinweis: Evt. andere Überschrift.

2.3 zu P. Gärtner: Elsenhans-Kritik

P. Gärtner bemängelt – sich auf das Internet beziehend – die Literaturlage. Der Beitrag sei deshalb so kurz geworden, weil ihr viele Positionen bei Elsenhans noch unklar seien. Dem Hinweis, dass Elsenhans zwei weitere Entbettungsbegriffe verwendet, begegnet sie wie folgt: Der Entbettungsbegriff wurde bewusst ausgeklammert, weil er schon von anderen bearbeitet wird.

 

Hinweis: Punktgenauere Gegenüberstellung der Positionen und Unterlegung mit Fakten wäre wünschenswert. G. Quaas wird Literatur beschaffen.

 

Noch zur realisierende Beschlüsse:

Diskussion von J. Großmanns Idee zum Entbettungsbegriff (liegt vor)

F. Arglist wird sich auf die Fauth-Kritik vorbereiten.

G. Tarantini bereitet eine Kritik 1. Stufe an Altvater vor.

J. Sterner bereitet eine Stellungnahme zu Küttler vor.

D. Kurylyszyn bereitet eine Erwägungsfeldmatrix zum Begriff „Kapitalismus“ vor.

D. Kurylyszyn ergänzt seine Stellungnahme zur Mediation.

Gröschel evt. überarbeitete Fassung

 

Neue Beschlüsse:

Diskussion mit Elsenhans am Freitag, den 10. Juli 2009

Seminar anstelle der Vorlesung am 2. Juli 2009, 17.15 Uhr

Seminar am 3. Juli 2009 wie vorgesehen

 

Für die Richtigkeit:

G. Quaas