Kurzprotokoll zum Erwägungsseminar „Globalisierung“ 9. Sitzung (28.05.2019)

 

Anwesende Interessenten: 5

 

Ablauf:

 

1. Organisatorisches

- Moderation? Niemand

- Protokoll? Niemand

- Diskussion des Kurzprotokolls? Keine weiteren Ergänzungen

 

2. Diskussion zu Heinz D. Kurz Darstellung der Hayekschen Krisen- / Konjunkturtheorie mit Schwerpunkt auf Sraffas Kritik

 

1) Es handelt sich um eine immanente Kritik – das heißt, sie zeigt Widersprüche im Rahmen der Theorie von Hayek auf. 2) Hayek unterstellt „neutrales Geld“ – als gäbe es keinen Unterschied zwischen einer Tausch- und einer Geldwirtschaft. 3) Die von Hayek behauptete Herstellung des ursprünglichen Gleichgewichts nach Investitionen auf Basis erzwungenen Sparens ist nicht möglich, da das Geld durch die Investitionen gebunden ist. 4) Wer ist H.-D. Kurz? Dogmenhistoriker und Vertreter der Neoricardianischen Schule (Schefold, Pasinetti, etc.).  

 

Zu 3) Gibt es in einer Volkswirtschaft keine Spielräume, die es ermöglichen, dass die Präferenzen der Konsumenten sich letztlich doch durchsetzen? Die dazu erforderliche Lockerung der Modellannahmen lehnt Hayek ab.

 

5) Sraffa weist auf die Existenz multipler Zinssätze hin. Da Hayek Durchschnittsgrößen ablehnt, muss er diesen Fakt als Killerargument seines natürlichen Zinssatzes akzeptieren. In seinem 5-Sektoren-Modell gibt es 5 verschiedene Eigenzinssätze, die bewirken müssten, dass nur noch in den ersten Sektor mit seinem unendlich hohen Zinssatz investiert wird.

 

Es wird auf Roger Garrisons Weiterentwicklung des Hayekschen Dreiecks hingewiesen, dass eine konvexe Hypotenuse unterstellt. Jedoch ist ein Dreieck prinzipiell nicht in der Lage, Kreisläufe abzubilden wie den zwischen Stahl- und Kohleindustrie.

 

3. Thema der nächsten Sitzung:

Braunbergers Darstellung der Theorie von Schumpeter

 

Protokollant:

G. Quaas