Kurzprotokoll zum Erwägungsseminar „Globalisierung“ 9. Sitzung (20.06.2014)

 

Anwesende:  siehe Liste

Moderation: keine

Protokoll: keines

 

Tagesordnung:

 

1. Korrektur des Kurzprotokolls

2. Kurz-Info zum begleitenden Lehrstoff

3. Vorstellung des Gastes

4. Vorstellung der Hausarbeits-Ideen

5. Diskussion zu Meyers wohlwollender Reflexion und Schröders Kritik dazu

6. Festlegungen für die nächste Sitzung

 

Zu 1: keine Anmerkungen

 

Zu 2: Bachelor: Klausurfragen. Master: Nelson-Winter-Modell.

 

Zu 3: Vorstellung von Frau Kathrin Rudolph: ist interessiert an kommunikativen Prozessen.

 

Zu 4: Ceylan: Brodbecks Hayek-Kritik; Kilian: Hayeks Effiziens-Markt-Hypothese; Bartl: Hayeks Verwendung des Wissens aus wissenssoziologischer Perspektive; Ersatz: Gleichgewichtstheorie; Bolzani: Die Rolle der Statistik bei Hayek; Fluhrer: Vergleich zwischen Hayek und Friedman; Paulsen: Kritik dritter Stufe zu Mayer und Schröder; Hirschi: Mandelville und Hayek (Bienenfabel); Trebisch: Was ist an Hayek evolutorisch? Lamster: Hayeks Freiheitsprinzip.

 

Zu 5: Das Statement gibt nach Auslosung G. Quaas: Wie kann man ausgehend vom Individuum die nicht-intendierten Folgen individuellen Handelns erklären?

 

Hayek führt einen neuen Begriff für Wirtschaft ein, weil letzterer irreführend ist: Katallaxie. Geht man vom Austausch aus, besteht kein absoluter Gegensatz zwischen planmäßigem und marktmäßigen Handeln.  Nach wie vor bleibt die Frage, wie man die Abweichung von den individuellen Plänen erklären kann.

 

Hier taucht die Vermutung auf, dass Hayeks Erklärungsbegriff eine Erklärung nicht erfordert bzw. sie sogar für unmöglich erklärt. Was bleibt dann für den Ökonomen noch zu tun? Nach Meyer, die Emergenzen zu erklären. Dem dienen Modelle. Nach Meyer haben diese eine heuristische Funktion (sie lenken das Denken auf die relevanten Sachverhalte).

 

Hayeks Haltung zu Interventionen: Diese sind nur dann gerechtfertigt, wenn sie die spontane Ordnung wieder herstellen.

 

Worauf begründet sich Hayeks Urvertrauen auf den Markt? Inzwischen haben wir die Erfahrung mit der Planwirtschaft, wissen aber auch, dass der Markt in einzelnen Bereichen versagt. Um dort zu intervenieren, müssen wir wissen, wie die Dinge miteinander interagieren.

 

Rolle des Realismus in Modellen. Kann man mit unrealistischen Prämissen etwas erklären? Beispiel homo oeconomicus.

 

6. Entscheidungen zur Vorbereitung der nächsten Sitzung, zu lesen:

 

Pies, Ingo: Hayeks Diagnose der Moderne

 

Kirstein, Roland/Schmidtchen, Dieter: Eigennutz als Triebfeder des Wohlstands. Die

„invisible hand“ – im Hörsaal-Experiment sichtbar gemacht.

http://ideas.repec.org/p/zbw/csledp/200201.html

 

Protokollant:

G. Quaas