Kurzprotokoll zum Erwägungsseminar „Globalisierung“ 8. Sitzung (09.12.2016)

 

Anwesende: Teilnehmer/innen am Modul Globalisierung (Bachelorstudiengang)  

 

Siehe Liste.

 

Tagesordnung

 

1. Überprüfung des Kurzprotokolls

 

2. Diskussion des 4. Kapitels, Modell 4.

 

3. Aufgaben für das nächste Seminar.

 

Zu 1. Änderung am Protokoll: keine.

 

Zu 2. Das Statement gibt G. Quaas, indem er auf eine logische Unstimmigkeit im letzten Protokoll aufmerksam macht. Wieso soll sich die Betroffenheit der Entwicklungsländer durch ankommende und abziehende Kapitalströme auf die Löhne der Industrieländer auswirken? Es wird entschieden, diese Frage im Verlauf der Diskussion zu Modell 4 zu klären.   

 

Die Diskussion dient der Klärung des Textes auf den Seiten 82 bis 84. Zunächst wird erörtert, warum das Lohngefälle der Industrieländer geringer als in den Südländern sein soll. Dabei spielen Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt eine entscheidende Rolle. Laut Voraussetzung herrschen in den Südländern ein vergleichsweise hohes Angebot an wenig qualifizierter Arbeit und ein geringes Angebot an hoch qualifizierter Arbeit, so dass dort das Lohngefälle größer ist. Im nächsten Schritt wird angenommen, dass die Nordländer erfolgreich Waren und Dienstleistungen exportieren, die hoch qualifizierte Arbeit voraussetzen. Der Erfolg erzeugt eine höhere Nachfrage nach hoch qualifizierter Arbeit in den Nordländern, so dass die entsprechenden Löhne steigen. Importiert werden Güter, die wenig qualifizierte Arbeit voraussetzen. Dadurch wird die Nachfrage nach wenig qualifizierter Arbeit in den Nordländern reduziert, so dass die entsprechenden Löhne fallen. Insgesamt erzeugt also der Handel mit den Südländern in den Nordländern ein stärkeres Lohngefälle (es bewegt sich in die Richtung des Lohngefälles in den Südländern). Diese Argumentation wendet das Faktorpreisausgleichstheorem (Samuelson, Stolper) an. Nach Krugman sei der Handel mit den Südländern aber viel zu gering, um das Einkommensgefälle in den USA erklären zu können. Leider sagt er an dieser Stelle nicht, welche andere Ursache er vermutet.    

 

Gegen Krugman wird eingewandt, dass sich die Situation inzwischen geändert haben kann. Außerdem, dass er auch keine schlagenden Gegenargumente vorbringen kann.

 

Zu 3: Nochmals das Kapitel 5 lesen, insbesondere die Gleichung S - I = EX - IM versuchen zu verifizieren. Die Fragestellung zu Kapitel 6 lautet: Gleichen sich die Handelsbilanzen tatsächlich aus (wie Krugman meint)? Warum nicht? Als erster Punkt sollen die bislang vorliegenden Ideen zu einer Hausarbeit vorgestellt und diskutiert werden.

 

Protokollant:

G. Quaas