Kurzprotokoll zum Erwägungsseminar „Globalisierung“ 8. Sitzung (04.12.2015)

 

Anwesende:  siehe Liste!

 

Ablauf

 

1. Organisation: Moderation? Protokoll?

 

2. Protokollkontrolle

 

3. Diskussion Kapitel 7

 

4. Aufgaben für das nächste Seminar

 

 

Zu 1. Protokoll: niemand  

 

Moderation: niemand

 

Zu 2:. Keine Änderungen

 

Zu 3: Das Statement gibt Herr Loeper. Kernaussagen findet er auf den Seiten 326f. Fragt, welche Moralvorstellungen dem Text auf S.318 zugrunde liegen.

 

Antwort: Keine. Es handelt sich um einen Wenn-Satz, der beliebige Moralvorstellungen zulässt.  

 

Schwerpunkte der Diskussion:

 

Pikettys Kritik am Gini-Index wird in Frage gestellt. Die von P. positiv erwähnten Sozialtabellen gruppieren nach Ständen (sozialen Gruppen), nicht nach Dezilen und Perzentilen. Pikettys Statistiken verwenden meistens einzelne Punkte auf der Lorenzkurve. Diese wird aber nicht einmal erwähnt.

 

Konzentration der Vermögen und (mögliche) Gegenmaßnahmen im Altertum, im Konept der Sozialen Marktwirtschaft bei Müller-Armack und durch breit gestreuten Aktienbesitz.

 

Definition der Schichten (Unter-, Mittel-, Ober-) bei P.

 

Die bei Kritikern vermisste Transformation funktionaler (ökonomischer) Kategorien in soziale Kategorien durch Pikettys statistische Analyse beginnt hier im 7. Kapitel. Die zeitliche Dimension (Entwicklung der Ungleichheit!) wird nur sehr punktuell dargestellt.

 

Abschweifung zur Geldpolitik der EZB: Die Gestrige Reaktion der Börsen auf die Erhöhung des Strafzinssatzes auf Einlagen bei der EZB zeigt, wie vorsichtig vorgegangen werden muss, um die Geldpolitik wieder zu straffen.

 

Kriterien für die (i) moralische und  die (ii) volkswirtschaftliche Beurteilung der Ungleichverteilung. Zu (i): Richard M. Hare: Grenznutzen zusätzlichen Einkommens ist für die Reichen geringer als für die Armen. Zu (ii): Bestenfalls ließe sich empirisch ermitteln, ob eine Maßnahme, die in Richtung Gleich- oder Ungleichverteilung ergriffen wird, die Volkswirtschaft stimuliert oder nicht. Langfristige Effekte blieben dabei jedoch unklar. Weiteres Kriterium: Vergleich mit der Entwicklung sozialistischer Staaten.

 

Offen bleibt die Darstellung des Theil-Inequality-Indexes; dessen zwei Versionen kann auf dem Netz nachgelesen werden in Wikipedia oder unter „Quaas Fehlermaße“ oder im E-Views-Handbuch.

   

Zu 5.: Zum nächsten Mal ist das Kapitel 8 zu lesen (ca. 50 Seiten).

 

Protokollant:

G. Quaas