Kurzprotokoll zur Sitzung des Erwägungsseminars „Politische Theorie der Gegenwart in achtzehn Modellen“ vom 12.12.2017

 

Tagesordnung:

1. Protokollkontrolle

2. Textanalyse Handlungs- und Totalitarismustheorie: Hannah Arendt

3. Aufgaben für die nächste Sitzung

 

ad 1:

Das Protokoll liegt noch nicht vor und wird beim nächsten Mal besprochen.

 

 

ad 2:

-        Da Hannah Arendt für Ökonomiestudierende eine eher unbekannte Persönlichkeit darstellt, erfolgt eine kurze Einführung in ihr Leben und Wirken, insbesondere auch vor dem Hintergrund der an ihr geübten Kritik an der These von der „Banalität des Bösen“.

-        Diskutiert wird der unwissenschaftliche Charakter von praktischer Politik der nicht mit der wissenschaftlichen Anforderung an eine Theorie der Politik verwechselt werden dürfe, bei der es eben nicht nur um beliebige Meinungen gehen kann.

-        Im Zentrum steht die Diskussion der drei kategorialen Grundsäulen  von Arendts Verständnis der vita activa: Arbeiten, Herstellen, Handeln. Es wird herausgearbeitet, dass und warum insbesondere der Begriff der Arbeit)  bei Arendt eine sehr spezifische Bedeutung hat, die es (auch ihr) nicht erlaubt, sie anderen Konzepten gegenüber (etwa von  Locke oder Marx) als vorzugswürdig zu interpretieren.

-        Arendts Anmerkungen zum Ende der Arbeit werden am modernen Diskurs über dieses Thema gemessen.

-        Die Bemerkungen zu Nietsches „letztem Menschen“ werden in den Kontext der modernen Glücksforschung gestellt.

-        Handeln als permanenter Neubeginn verweise auf die Denkfigur der nichtintendierten Folgen intendierten Handelns.

-        Ob Macht tatsächlich als ein nur flüchtiges Phänomen angesehen werden kann, wird eher bezweifelt. Auch die Auffassungen Arendts zur Demokratie werden kritisch gesehen, weil sie partiell elitär sind.

 

 

ad 3.

In der Sitzung am 19.12. wird ausreichend Zeit für die Vorstellung der Essaythemen durch die Studierenden gegeben. Ziel ist es, dass jeder zumindest mit einem Themenvorschlag und eventuell einer Kurzkonzeption aufwarten kann. Als Abgabetermin für die Arbeiten wird die erste Märzwoche festgelegt. Wer kein Thema anmeldet, sollte sich aus dem Modul abmelden, da eine spätere Berücksichtigung nicht erfolgt.

Im zweiten Teil des Seminars wird die Totalitarismustheorie von Hannah Arendt Gegenstand sein.

 

Protokoll: Friedrun Quaas