Protokoll zum Erwägungsseminar
„Globalisierung“ 7. Sitzung (05.12.2008)
Anwesende: Siehe
Teilnehmerliste!
Moderation und Kurzprotokoll:
F. Quaas
Kein ausführliches Protokoll
1. Änderungen am Kurzprotokoll:
keine
2. Ausführliche Diskussion
zur grundsätzlichen Funktion der Protokolle und zu Änderungen des Protokolls in
der ausführlichen Fassung (K. Wagner). Missverständliche Formulierungen wurden,
soweit die zu Grunde liegenden Sachverhalte erinnerbar waren, korrigiert.
Es wird die Frage aufgeworfen,
wie mit bestätigten Protokollen umgegangen wird, wenn zu einem späteren
Zeitpunkt noch Unstimmigkeiten aufgedeckt werden. Dazu wird festgelegt, dass
einmal bestätigte Protokolle nicht mehr verändert werden, strittige Punkte
jedoch in späteren Sitzungen Wiederaufnahme finden können, wobei ein neuer
Diskussionsstand wiederum protokolliert wird.
Nach Abstimmung über die
weitere Verfahrensweise (Diskussion der bei der Diskussion der Pies-Kritik
offen gebliebenen Probleme oder Eröffnung der nächsten Kritik-Runde) folgt der
nächste TOP.
3. Kritik von Lachmann
Das Statement wird auf
eigenen Wunsch von K. Schubert gegeben. Er liefert eine ausführliche, nicht referierende
Darstellung seiner Lesart der Kritik
von Werner Lachmann an Peter Ulrich. Die von Lachmann geübte Kritik an Methode
und Inhalt wird anhand mehrerer Textstellen aufgegriffen und im wesentlichen
als nicht zutreffend zurückgewiesen. Einige der von Lachmann gegenüber Ulrich
gebrauchten stigmatisierenden Bezeichnungen würden vielmehr auf diesen selbst
zutreffen. Außerdem wird der Zweifel geäußert, ob der Kritiker den Hauptartikel
überhaupt verstanden hat.
Die Diskussion wird mit der
Bemerkung eröffnet, dass das leidenschaftlich vorgebrachte Statement viel zu
lang gewesen sei. Es folgt eine längere (im wesentlichen als Dialog zwischen
zwei Teilnehmern geführte) Auseinandersetzung darüber, ob die Vorwürfe von
Lachmann gegenüber Ulrich berechtigt seien oder nicht. Während einerseits die Zurückweisung
des Ökonomismus-Vorwurfs durch Lachmann nicht gelungen und partiell selbst
ökonomistisch sei, bleibe Ulrich andererseits eine überzeugende Begründung der
von ihm geforderten „hinreichend entwickelten Wirtschaftsbürgerrechte“
schuldig.
Da bei Seminarende noch
etliche diskussionswürdige Punkte offen geblieben und einige Teilnehmer nicht
zu Wort gekommen waren, obwohl sie dies wünschten, wird die Lachmann-Kritik
noch einmal Gegenstand sein.
3. Festlegung des nächsten
Diskussionsgegenstands:
Fortsetzung der Kritik W.
Lachmanns und das G. Quaas-Papier: „Versuch einer Klärung zweier Probleme“.