Kurzprotokoll zur Sitzung des Erwägungsseminars „Politische Theorie der Gegenwart in achtzehn Modellen“ vom 5.12.2017

 

Tagesordnung:

1. Protokollkontrolle

2. Textanalyse Neoliberale und marktliberale Theoriekonzepte: Hayek, Mises und Rothbard

3. Aufgaben für die nächste Sitzung

 

ad 1:

Keine Änderungswünsche.

 

 

ad 2:

-        Es erfolgt eine kurze Einführung in die Österreichische Schule als Generationenprojekt und die Verortung von Hayek, Mises und Rothbard darin.

-        Der von Walter Reese-Schäfer als etatistisch-evolutionärer Marktliberalismus bezeichnete Ansatz von Hayek wird im Kontrast zu vertragstheoretischen Konzeptionen diskutiert. Eine besondere Beachtung spielte dabei die Herausarbeitung der Rolle von Regeln in Hayeks Konzept. Ob Hayek als Anti-Ideologe betrachtet werden kann, wie im Text insinuiert wird, wird eher kritisch gesehen. Seine Ablehnung der sozialen Gerechtigkeit als Idee hat einen breiteren Hintergrund als nur den, den Begriff der Gerechtigkeit bestenfalls als Regelgerechtigkeit interpretieren zu wollen. Der Markt als Katallaxiespiel wird zustimmend zu Hayek als ein Phänomen gesehen, dass nicht nur ein Geschicklichkeits-, sondern auch ein Glücksspiel ist.

-        Der radikale Marktliberalismus von Ludwig von Mises wird als Kontrastprogramm diskutiert. Mises‘ strikt individualistische Postion führe stärker  als bei Hayek zu einer generell skeptischen Beäugung des Politischen. Als annehmbare Konsequenz seines Liberalismus-Konzepts wird die kosmopolitische Perspektive betrachtet.

-        Der anarchistische Marktliberalismus von Murray Rothbard wird nur kurz diskutiert und tendenziell eher als unrealistisch zurückgewiesen.

 

 

 

ad 3.

In der Sitzung am 12.12. wird das schon eingestellte 6. Kapitel (Hannah Arendt) diskutiert.

 

Protokoll: Friedrun Quaas