Kurzprotokoll zum Erwägungsseminar „Globalisierung“ 6. Sitzung (19.05.2017)

 

Anwesende: Teilnehmer/innen am Modul Evolutorik (Masterstudiengang) und Teilnehmer/innen am Modul Globalisierung (Bachelorstudiengang)   

 

Bestätigte Liste liegt vor.

Sitzordnung runder Tisch: hergestellt.

Protokoll: niemand

Moderation: keiner

 

Tagesordnung (Vorschlag und beschlossen):

 

1. Kontrolle des Kurzprotokolls

2. Diskussion zum Namibia-Projekt BIG (basic income grant)

3. Weitere Vorgehensweise (wichtig für alle, die nicht teilgenommen haben!)

4. Leseaufgabe zur nächsten Sitzung

 

Zu 1.: Korrekturvorschläge: ein grammatikalischer Fehler

 

Zu 2.: Das Statement gibt J. Imkampe. Sie wirft folgende Probleme auf:

- die Parallelität von Renten- und BGE-Zahlungen

- die hohe Zuwanderung, um von den BGE-Begünstigten zu profitieren; dies wäre bei einer landesweiten Umsetzung nicht der Fall.

- die Bildung eines Komitees, um nach außen einen guten Eindruck zu machen; würde auch wegfallen

- die Finanzierung durch Spenden – wäre landesweit nicht tragbar.

- die wohlmeinende (wissenschaftlichen Kriterien nicht genügende) Berichterstattung

 

In der Diskussion werden folgende Merkmale des BIG hervorgehoben:

- es liegt deutlich unter dem Existenzniveau

- es ermöglicht die Aufnahme von Jobs in den benachbarten Städten

- es ermöglicht den Schulbesuch, der in Namibia bezahlt werden muss

- es ermöglicht die Versorgung mit Medikamenten

- es schafft eine zahlungsfähige Nachfrage im Dorf und ermöglicht damit die Gründung von kleinen Unternehmen (in diesem Zusammenhang wurde der Mikro-Kredit erwähnt [, der allerdings nur angebotsseitig wirkt])

- der terminierte Förderungszeitraum könnte ein Ansporn gewesen sein, das BIG zu nutzen,

- ein verstärkter Alkoholverbrauch ist durch das Komitee verhindert worden.

 

Kritisch wurden benannt:

- der Wegfall der Motivation, ein Komitee zu bilden, bei landesweiter Einführung

- eventuell wird mit dem BIG die Überbevölkerung gefördert

- es würden Kriminelle unterstützt, dazu wären die Unternehmer nicht bereit

- ob es nicht besser wäre, das Schulsystem staatlich zu organisieren (hier das Gegenargument: wenn Eltern bezahlen müssen und können, achten sie darauf, dass die Kinder lernen)

- bezweifelt die Übertragbarkeit auf entwickelte Industrieländer

- dagegen wurde die Übertragbarkeit auf sich entwickelnde Länder bejaht, zumindest sei es eine bessere Alternative als das Helikopter-werfen-Steine-ab-Modell von Hartmut Elsenhans.

 

Es wurde danach gefragt, wie es in Namibia weitergegangen ist.

 

Zu 3.: Spätestens am 2. Juni ist die Hausarbeit zu beginnen. In der betreffenden Sitzung sind vorzustellen: Das Thema, die Konzeption und erste Recherchen.

 

Die Sitzung am 26. Mai fällt aus. Die Sitzungszeit plus Vorbereitungszeit ist zu nutzen, um sich eigenständig ein Thema für die schriftliche Hausarbeit zu erarbeiten. Dabei können ungelöste Probleme und unbeantwortete Fragen aufgegriffen werden, die im Seminar bereits eine gewisse Rolle gespielt haben. Eine Zusammenfassung findet man unter Kritiken 1. Stufe. Es können auch Publikationen zum BGE aufgegriffen, referiert und diskutiert werden. Auf jeden Fall muss zur Sitzung am 2. Juni klar sein, welche Thematik mit einem Bezug zum BGE bearbeitet wird. Dazu ist empfehlenswert, dass man schon erste Recherchen angestellt hat, um sicher zu sein, dass es genügend Material gibt. Auf der Grundlage der Themenvorstellungen können auch Arbeitsgruppen gebildet werden, um eine Gemeinschaftsarbeit anzufertigen. Die Bearbeitungszeit beträgt 4 Wochen.

 

Auf Nachfrage wurde ergänzt:

 

Die Hausarbeit sollte den Anspruch deutlich machen, wissenschaftlichen Standards zu genügen. Positiv bewertet wird:

- wenn alternative Lösungsmöglichkeiten oder Auffassungen zum selben Problem gegenüber gestellt, erwogen und möglichst zu einer Entscheidung gebracht werden;

- wenn dabei sprachlich klar, logisch und auf Fakten gestützt argumentiert wird;  

- wenn auf vorhandene Studien Bezug genommen und die üblichen Regeln des Zitierens beachtet werden;

- wenn versucht wird, empirische Belege zu finden und ökonomische Theorien zur Klärung heranzuziehen;

- wenn die Hausarbeit systematisch aufgebaut ist.

 

Hier ein Vorschlag (!) zur Systematisierung: Problemstellung; Darstellung der alternativen Lösungen in der Literatur; Erwägen der Alternativen, eventuell bis zu der Konsequenz, eine Alternative zu favorisieren; Zusammenfassung/Schlussfolgerungen. Eine empirische Arbeit wird in der Regel eine andere Struktur haben.    

 

Über den Umfang der Hausarbeit wird keine Vorgabe gemacht. Die Hausarbeit ist als doc- oder pdf-File nach Ablauf von vier Wochen, also spätestens bis zum 30. Juni, bei quaas@gmx.net (Bachelor) bzw. quaas@wifa.uni-leipzig.de (Master) einzureichen.

 

Zu 4.: keine zusätzliche Leseleistung 

 

Protokollant:

G. Quaas