Kurzprotokoll zum Erwägungsseminar „Globalisierung“ 5. Sitzung (15.11.2013)

 

Anwesende: siehe  Liste

 

Moderation: niemand

 

Protokoll: niemand

 

Tagesordnung:

 

1. Protokoll der vierten Sitzung

 

2. Anmerkungen von Sophia zur Konjunkturtheorie

 

3. Interpretation des Kapitels 2:  Young-Plan und Weltwirtschaftskonferenz

 

4. Festlegungen

 

 

Zu 1: Keine inhaltlichen Änderungen.

 

Zu 2: Unterscheidung zwischen langfristigen Trend und Konjunkturphasen. Gegenwärtig befänden wir uns zwischen Hochkonjunktur und Abschwungphase. Gegensätzliche wirtschaftspolitische Orientierungen: Der Keynesianischen Nachfragesteuerung widersprächen das Diagnose-, Entscheidungs-, Durchführungs- und Wirkungslag. Deshalb Friedman: Das Beste wäre, gar nichts zu tun. Hilfsmittel: Die Burns-Mitchell-Diagramme. Zu den vorlaufenden Indikatoren gehörten u.a. der reale (?) Wechselkurs und die Lagerinvestitionen.

 

Veranschaulichung der Problematik anhand einer Grafik aufgrund der Echtdaten. Niemand sah sich in der Lage, einen Vorlauf zu erkennen.

 

Zu 3: Die Weltwirtschaftskonferenz 1927 brachte keine Einigung hinsichtlich einer allgemeinen Zollsenkung. Nach Einschätzung von Kindleberger waren sie zu diesem Zeitpunkt zwar ein Störfaktor, aber kein ernsthaftes Hindernis für den Handel. Das könnte der Grund dafür gewesen sein, dass keine Einigung zustande kam: die Zölle bewegten sich noch in einem vertretbaren Rahmen.   

 

Young-Plan 1929: Anlass war, dass Deutschland erklärte, die Reparationen nicht mehr bezahlen zu können. Ursache war vermutlich, dass die Kredite (der Kapitalimport) erst durch die Hausse an der Börse, später durch den Börsencrash versiegten. (Nach Aussage von Kindleberger wurden die Reparationen vor allem mit Hilfe von Krediten bezahlt.) Der Young-Plan reduzierte die Raten weiter und stellte einen (amerikanischen) Kredit zur Verfügung.

 

Offen blieb die Frage, ob Deutschland wirklich nicht zahlen konnte, bzw., ob die Reparationen nur einen symbolischen Charakter hatten.

 

Zu 3: Christian gibt das Statement zur Agrarkrise. Warum die kanadischen Exporte nachließen (weil sie Deutschland ohne Kredite nicht bezahlen konnte); offenbar allgemeine Überproduktion; die Rohstoffproduktion verhält sich inelastisch gegenüber den Preisen; Sowjetniks bieten Getreide zu Dumpingpreisen an; amerikanische Farmer handeln ähnlich. Lässt sich mit einer marktwirtschaftlichen Verhaltensweise kaum erklären!

 

Zu 4: Das dritte Kapitel zu Ende lesen, das vierte anfangen.

 

Protokollant:

G. Quaas