Kurzprotokoll zum Erwägungsseminar
„Globalisierung“ 5. Sitzung (30.04.2019)
Anwesende Interessenten: 14
Es liegt inzwischen eine vollständige
Liste der Teilnehmer/innen vor, die aber noch nicht ausgewertet ist.
Ablauf:
1. Organisatorisches
- Moderation? Niemand
- Protokoll? Niemand
- Diskussion des Kurzprotokolls? Keine
weiteren Ergänzungen
- Information zur Tulpenkrise: Sie betraf
nur wenige Reiche und wurde in der Folge zu einer Legende.
2. Diskussion zum Brenner-Artikel über
Marx‘ Krisentheorie.
Am Anfang bestand die Möglichkeit, zum
Rest des Textes Fragen zu stellen. Es gab keine.
Die Diskussion begann mit dem
Zahlenbeispiel Absatz 24. Mit Blick auf die in jeder Gesellschaft vorzunehmende
Umverteilung des Sozialprodukts kann bezweifelt werden, ob man die Mehrwertrate
zutreffend auch als Ausbeutungsrate bezeichnen kann.
Den Schwerpunkt des Seminars stellten die dem
tendenziellen Fall der Profitrate entgegenwirkenden Tendenzen dar. Diese werden
von Brenner im Absatz 58 zusammengefasst. Für das Beispiel (b) (wachsendes v im
Verhältnis zu c) kam aus der Gruppe das Beispiel Dienstleistungssektor.
Ansonsten war es schwer, für die aufgeführten Fälle Beispiele zu finden.
Hingewiesen wurde auf die Reswitching-Debatte, die
den Fall (a) (geringeres c im Verhältnis zu v) thematisiert.
Abschließend wurden noch Marx‘ Gegenargumente
diskutiert. Wie es scheint, fokussiert sich Marx dabei auf den Mengenaspekt,
ist sich aber bewusst, dass es eigentlich um den Wertaspekt gehen müsste: „organische
Zusammensetzung, soweit sie die technische Zusammensetzung widerspiegelt“.
Zu der Frage, ob der Kapitalstock in der
Bundesrepublik Deutschland wächst, stagniert oder fällt, hatten zwei Teilnehmer
eine Meinung.
3. Vorbereitung der nächsten Sitzung: Lesen
von Hayeks „Widersinn des Sparens“. Beim Thema „Unterkonsumtion“ könnte man
sich erinnern, dass nach Marx v < W ist.
Protokollant:
G. Quaas