Kurzprotokoll zum Erwägungsseminar
„Globalisierung“ 4. Sitzung (23.04.2019)
Anwesende Interessenten: 12
Es liegt noch keine vollständige Liste der
Teilnehmer/innen vor.
Ablauf:
1. Organisatorisches
- Moderation? Niemand
- Protokoll? Niemand
- Diskussion des Kurzprotokolls? Keine
weiteren Ergänzungen
2. Diskussion zur Übersicht über Marx‘
Krisentheorie (Brenner).
Diskutiert wurden die Absätze 9-19 des
Überblicks von Brenner über die Krisentheorie von Marx.
Dabei wurde die Begründung des Gesetzes
vom tendenziellen Fall der Profitrate herausgearbeitet: vor allem anhand der
Profitratenformel und der Tendenz einer steigenden organischen Zusammensetzung
des Kapitals. Als entgegenwirkende Tendenz wurde die Erhöhung der Mehrwertrate
erwähnt, die aber nur begrenzt möglich ist.
So weit wie möglich wurden Parallelen zu modernen
volkswirtschaftlichen Aussagen und Variablen hergestellt.
Am Text Brenners wurde kritisiert, dass er
unter dem Vorwand der Anwendung der Krisentheorie auf die globale Krise von 2008/9
verschiedene Ebenen miteinander unzulässig vermengt, vor allem die
realwirtschaftliche mit der monetären Ebene. Dabei sind auch Aussagen eingestreut
worden, die weder mit Marx noch mit empirischen Sachlagen etwas zu tun haben.
Die übertriebene Dramatik der Krise wurde
mit den persönlichen Erfahrungen und Erkenntnissen der Teilnehmer des Seminars
konfrontiert.
Offen blieb die Frage, ob die historische
Tulpenkrise wirtschaftliche oder soziale Konsequenzen hatte.
3. Vorbereitung der nächsten Sitzung: Da
jetzt der Kern der Marxschen Krisentheorie verstanden
sein sollte und eine kritische Position zu Brenners Darstellung bezogen worden
ist, sollten die restlichen 145 Absätze verständlich sein. Es wird darauf
hingewiesen, dass darin bedeutsame Kritiken des o.g. Gesetzes zu finden sind,
die noch interessant sein könnten. Im nächsten Seminar wird die Diskussion zu
Brenner mit eventuell noch zu klärenden Problemen abgeschlossen, bevor eine weitere
Krisentheorie zum Gegenstand gemacht wird.
Protokollant:
G. Quaas