Kurzprotokoll zum Erwägungsseminar „Globalisierung“ 3. Sitzung (01.11.2013)

 

Anwesende: siehe  Liste

 

Moderation: niemand

 

Protokoll: niemand

 

Tagesordnung:

 

1. Protokoll der zweiten Sitzung

 

2. Anmerkungen zur Arbeit mit der Matrix

 

3. Interpretation des Kapitels 1

 

4. Festlegungen

 

 

Zu 1: Keine Anmerkungen

 

Zu 2: Keine Anmerkungen

 

Zu 3: Das Statement gibt Matthias und wirft in diesem Zusammenhang die Frage auf: Warum wollten die Menschen damals eine extrem stabile Währung? Folgende Teilantworten werden gegeben: Die Erfahrung der Inflation (Deutschland). Aus Prestige-Gründen (Großbritannien). Reduktion des Wechselkursrisikos (Internationaler Handel). Rückzahlung der Schulden konnte erfolgen durch Gold, Vermögensübertragungen und Exporterlöse. Der Handel wurde jedoch zunehmend durch Zölle behindert, die die heimische Wirtschaft schützen sollten (dieser Punkt muss später präzisiert werden).

 

Ein zweiter Problemkomplex wurde mit der Frage angesprochen, ob der Goldstandard oder seine falsche Handhabung die Ursache der Weltwirtschaftskrise war. Eine falsche Handhabung besteht zum Beispiel in der Fixierung des Wechselkurses für das Pfund bei $ 4.70, für das Keynes eine Überbewertung von 10% errechnete und eine Inflation prognostizierte. In diesem Zusammenhang wirde folgender Zusammenhang angenommen: Überbewertung des Pfund à Gefahr der Abwertung à Flucht aus dem Pfund à Überanbebot an Pfund Sterling auf dem Geldmarkt à Inflation.  

 

Ein dritter Problemkomplex stellt die internationale Verschuldung dar, die so hoch war, dass sie nur sehr langsam abgebaut werden konnte. Dabei sind die beiden Teilaspekte „Reparationszahlungen durch Deutschland“ und „Kriegskredite“ zu unterscheiden. Zwar stellt dieser Komplex keine hinreichende Ursache zur Erklärung der Krise dar, sorgte aber für Spannungen, indem die Regelung der Probleme immer wieder durch diesen Aspekt belastet wurde.

 

Geklärt wurde das Dawes-Abkommen 1924 einschließlich Vorgeschichte: Deutschland war zahlungsunwillig. Besetzung des Ruhrgebietes durch die Franzosen. Bevölkerung streikte – finanziert durch die Regierung. Dies heizte die Inflation an, so dass Deutschland völlig zahlungsunfähig wurde. Dawes organisierte einen Kredit: Deutsche Staatsanleihen (mit ca. 7 % verzinst), die vor allem von Amerikanern gekauft wurden. Damit konnten weitere Zahlungen an Frankreich erfolgen. 1 Mrd. RM (in Gold und Devisen) diente zur Ausstattung der Reichsbank (Schacht). Damit kehrte Deutschland zum Goldstandard zurück. Das Dawes-Abkommen legte Reparationszahlungen von jährlich mindestens 2,5 Mrd. Goldmark fest – das ist ein Bruchteil der ursprünglich geforderten 132 Mrd. Goldmark.  

 

Zu 4:  Klärung des Rests vom Kapitel 1 und lesen des Kapitel 2.

 

Protokollant:

G. Quaas