Protokoll zum Erwägungsseminar „Globalisierung“ 2. Sitzung (22.10.2010)

 

Anwesende:  Bestätigungen liegen nicht vor

 

Moderation: keine

 

Protokoll: Christoph Jobst

 

Tagesordnung:

 

1. Bestätigung des Protokolls der 1. Sitzung

 

2. Festlegen der Regeln des Seminars

 

3. Verständigung über das Erwägungsinitial

 

4. Festlegung des nächsten Diskussionsgegenstands

 

Die vorgeschlagene Tagesordnung wird stillschweigend gebilligt.

 

Zu 1. Die Bestätigung des Protokolls der 1. Sitzung wird auf die 3. Sitzung verschoben.

 

Zu 2: Es gibt keine Einwände zu den (neu formulierten) Regeln, die damit in Kraft gesetzt werden.

 

Zu 3. Nach Auslosung wird das Statement durch Herrn Scholz gegeben.

 

Der Text wird als zu liberal eingeschätzt, und zwar in dem Sinn, dass nur die guten Seiten der Globalisierung betont werden. Gegenargumente werden zwar auch erwähnt, aber sogleich abgetan. Der Text sei nicht ausgewogen. (Zwischenfrage: Handelt es sich um einen Beitrag zu den öffentlich-rechtlichen Medien?) Die Globalisierung werde aus heutiger und vorrangig ökonomischer Sicht betrachtet. Dem wird durch Hinweis auf die ausführliche Erörterung der Rolle des Staates widersprochen. Eine These sei, dass der Prozess der Globalisierung gestaltbar sei. Der Handlungsspielraum der Staaten sei jedoch durch ökonomische Interessen [nicht-staatlicher] globaler Akteure begrenzt. – Die Diskussion fokussierte sich dann auf die Frage, ob „der Staat“ (die politische Ebene?) durch die (ökonomische?) Globalisierung gestärkt oder geschwächt wird. Zu klären ist:

 

(i) Erfolgt eine Schwächung oder Stärkung des Nationalstaates durch die Globalisierung?

(ii) Wie definiert sich der Nationalstaat?

(iii) Was ist Globalisierung?

(iv) Welche Theorien beschreiben das Phänomen der Globalisierung?

(v) Können die Aufgaben des Nationalstaates im Zuge der Globalisierung besser oder schlechter gelöst werden?

 

Zu 4. Zur Klärung dieser Fragen soll der vorliegende Text weiter ausgewertet werden. Hinzugezogen werden können die Texte von Andrea Maurer und Susan Strange (siehe Themenliste des Masterstudienganges). Herr Scholz wird in absehbarer Zeit einen alternativen Text vorlegen bzw. empfehlen, der die eingangs gerügten Defizite ausgleicht, also auch die andere Seite der Globalisierung darstellt.

 

Protokollant:

G. Quaas